Unsere Weihnachtsgeschichte
Gerade rechtzeitig vor Weihnachten erreichte HIFA ein Brief von Fr. Charles Odinaka Ekwu aus Burkina Faso. Er ist der Großneffe von HIFA-Mitgründer Aaron Ekwu und kommt aus Owerre Ezukala, Nigeria. Sein Vater hatte eine Behinderung und war eines der ersten HIFA-Patenkinder. Charles ist Priester und als Vikar an die Pfarre Sainte Bernadette Soubirous in Boussou / Provinz Zondoma geschickt.
Er schreibt:
„Die Großzügigkeit von HIFA formte seit meinen Seminartagen meinen Lebensweg: die Studiengebühr, ein Motorrad, liturgische Gewänder und viele andere Hilfen machten meine pastorale Tätigkeit möglich. Für diesen Liebesdienst drücke ich meine große Freude und unendliche Dankbarkeit aus: ‚Mein Gebet und mein Ruf sind erhört, eine Wunde geheilt und die Schrift ist erfüllt‘.“
Die Provinz Zondoma liegt im Norden von Burkina Faso und ist eine der unsichersten Regionen. Die politische Hauptstadt ist Ouagadougou, und Boussou ist etwa 200 km entfernt. Die Menschen hier erleben ständige Gefahr und Bedrohung: Terrorgruppen töten, stehlen, zerstören Leben und Häuser. Viele Familien verlassen ihre Dörfer, um in Flüchtlingslagern Zuflucht zu finden. Diese werden von der Regierung und der katholischen Kirche unterstützt. Die meisten Menschen kommen in den Lagern ohne Essen, ohne Kleidung und ohne ein Dach über dem Kopf an. Sie sind in allem auf uns angewiesen.
Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus dem Volk der Mossi, ebenso leben hier Fulani und Samo. Der Islam, Katholizismus und Protestantismus sowie traditionelle Religionen sind vertreten. Nach Schätzungen zählt die Provinz Zondoma etwa 82.993 Einwohner und hat 15 Schulen. Der Schulbetrieb ist allerdings durch Unsicherheit und Vertreibungen nur unzulänglich gewährleistet. Wir bemühen uns, den Kindern Essen, Materialien sowie spirituelle und psychologische Hilfe zu geben, aber meistens schaut die Realität anders aus. Es ist herzzerreißend mitzuerleben, wenn die Kinder hungrig schlafen gehen, die Familien ums Überleben kämpfen und die Kleinsten der Kinder still leiden – in einer Welt, die sie vergessen hat.
Eine Weihnachtsfeier – eine Geste der Liebe für die vergessenen Kinder
Dieses Jahr beschloss ich, bewegt durch das Leiden der unschuldigen Kinder, diesen Kindern, die am verletzlichsten von allen sind, Freude, Hoffnung und Liebe zu geben. Möglich wird das durch meine eigenen Ersparnisse und die Großzügigkeit von Unterstützern wie HIFA. Am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, hoffen wir, eine Feier zu organisieren. Sie ist gedacht für Kinder mit Behinderungen, vertriebene Kinder, an den Rand gedrängte und verletzbare Kinder und alle, die aus Armut und Verlassenheit still leiden.
Unser Wunsch ist einfach, aber tiefgreifend:
Ein festliches Essen – was sie sonst nicht erleben.
Sinnvolle Geschenke – sie bringen ein Lächeln und Wärme in ihre Herzen.
Das Gefühl, sie sind geliebt, wertgeschätzt und nicht vergessen, denn auch sie haben ein Recht auf Freude.
Ermunterung und Befähigung der Kinder mit Beeinträchtigung, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind.
Stellen wir uns das Strahlen eines Kindes vor, das zum ersten Mal Fisch kostet oder ein erfrischendes Getränk trinkt. Stellen wir uns die strahlenden Augen vor, erfüllt mit Zuversicht, wenn sie erleben, dass sich jemand um sie kümmert. Das ist die Kraft des Großmutes. Deine Unterstützung kann diese Mission der Liebe zu einem Weihnachten für ein Kind machen.
Wie kann das geschehen?
Durch Essen und Lebensmittel, Kinderkleidung, Geldspenden und durch jede Geste, die Freude für diese nur allzu oft vergessenen Kinder bringt. Wir organisieren alles, doch du zauberst das Lächeln in das Gesicht dieser Kinder, bist die Hände und die Stimme von Jesus.
Hören wir, was Christus in unseren Tagen sagt:
„Ich war ein verwundetes Kind, und dank dir habe ich mein Lächeln wiedergefunden.“
Lasst uns dieses Weihnachten die Arme des Jesuskindes sein, die Licht, Freude und Zuversicht denen bringen, die es dringend brauchen. Bitte wartet nicht, denn eure Großzügigkeit macht Weihnachten eines Kindes unvergessen.
Mit herzlicher Dankbarkeit und Segen
Fr. Ekwu Charles Odinaka
